Bettina Völkening

Adresse

Droste-Hülshoff-Straße 112

48431 Rheine

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Bettina Völkening

Seit 2013 engagiere ich mich im Vorstand der SPD-Rheine. Im August 2017 wurde ich Ratsmitglied und Mitglied im Stadtentwicklungs- und im Kulturausschuss. Seit 2018 bin ich zusätzlich Sprecherin der SPD im Sozialausschuss.

Nach dem Abitur im Kreis Schaumburg habe ich Rechtswissenschaften in Hannover studiert. Kurze Zeit nach dem ersten Staatsexamen wurde unsere Tochter Lena geboren, es folgten in den Jahren darauf unsere Söhne Malte und Jörn. Berufsbedingte Umzüge, unregelmäßige Arbeitszeiten und Wochenenddienste meines Mannes, fehlende Übermittagsbetreuung in den Kitas und Schultage in den ersten Klassen meiner Kinder, die um 8 Uhr begannen und schon um 11 Uhr wieder zu Ende waren, machten mir den Einstieg in das für meinen Beruf als Juristin noch notwendige Referendariat später jahrelang unmöglich. Schließlich gab ich das Vorhaben ganz auf und engagierte mich stattdessen neben der Familienarbeit ehrenamtlich.

Familie und Beruf unter einen Hut

Heute ist es mir umso wichtiger, dass es keine Entscheidung „Familie oder Beruf“ mehr geben muss und die Probleme der Kinderbetreuung der Vergangenheit angehören. Unbedingt nötig sind dafür Randbetreuungszeiten in qualitativ gut ausgestatteten Kindergärten und zuverlässiger Ganztagsunterricht in Schulen mit modernen Raumkonzepten. Aber nicht nur das: gute Betreuungsangebote, in die Eltern ihre Kinder vertrauensvoll abgeben, benötigen nicht nur gut ausgebildete und gut bezahlte Erzieher*Innen und Lehrer*Innen, sondern auch Schulsozialarbeit. Sie ist wichtig vor allem zur Unterstützung der Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern. Die Chancen eines Kindes dürfen nicht von den Möglichkeiten des Elternhauses abhängen.

In Rheine fehlt Wohnraum

Ganz besonders fehlt bezahlbarer Wohnraum für Alleinlebende und große Familien. Während lange Zeit nur untere Einkommensgruppen mit dem Problem unerschwinglicher Wohnkosten konfrontiert waren, ist das Thema mittlerweile bei der Mittelschicht angekommen.

Durch die hohen Mieten und Bodenpreise driftet die Gesellschaft immer stärker auseinander, die sozialen Folgekosten sind enorm. Breite Teile der Bevölkerung – eine Krankenschwester, ein städtischer Angestellter – können sich am freien Markt verlangte Mieten oder gar den Bau eines Hauses nicht mehr leisten.

Deshalb muss sich die Stadt am Wohnungsmarkt stärker engagieren! Städtisches Grundeigentum sollte nicht mehr ausschließlich verkauft werden. Stattdessen setze ich mich dafür ein, dass die Stadt mit ihrer Wohnungsgesellschaft einen Angebots-Mix von günstigem Wohnraum und solchem im gehobenen Preissegment zur Verfügung stellt. Durch den Mix könnten Gewinne für die Stadt generiert werden, die zur Finanzierung weiteren bezahlbaren Wohnraums und notwendiger Infrastruktur dringend nötig sind.

Lebendige Nachbarschaft

Wietesch und Bentlage sind Stadtteile mit einem hohen Anteil an Einfamilienhäusern, die einst für Familien gebaut wurden und in denen nach dem Wegzug der Kinder heute oder in ein paar Jahren Senior*Innen allein oder zu zweit leben. Kann die Haus-und Gartenarbeit schließlich nicht mehr bewältigt werden, würden die Senior*Innen gern in kleinere Wohnungen umziehen. Doch heute sind geeignete Wohnungen in unserem Stadtteil schwer zu finden. Ich werde mich im Rat deshalb dafür einsetzen, dass gute Bau-Konzepte, die auch kleine, barrierefreie Wohnungen berücksichtigen, zum Zuge kommen.

Damit Senior*Innen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben können, setze ich mich im Sozialausschuss für Bürgertreffs in allen Stadtteilen ein. Es sollte auch bei uns im Wietesch/Bentlage ein Treffpunkt der Nachbarschaftshilfe und Begegnung entstehen, der Hausaufgabenhilfe oder Kontakte für kleine Reparaturen vermittelt, der bei Computerproblemen unter die Arme greift oder einfach nur zu gemütlichen Kaffeerunden einlädt. Eine solche Initiative für unseren Stadtteil würde ich gerne im Rat unterstützen und umzusetzen helfen.

Schönes erhalten und behutsam weiterentwickeln

Ich lebe seit 21 Jahren gemeinsam mit meinem Mann in der Droste-Hülshoff-Straße. Wir fühlen uns hier sehr wohl, denn auch, wenn es noch viel zu verbessern gibt, lebt es sich im Wietesch und in Bentlage sehr gut. Wir haben mit dem Kloster ein echtes kulturelles Kleinod in unmittelbarer Nähe. Die Ems und die umliegende Natur machen die Stadtteile besonders attraktiv. Beides muss uns erhalten bleiben, beides müssen wir sehr behutsam weiterentwickeln.

Ich setze mich für den Ausbau der Radwege entlang der Ems und vor allem in der Stadt ein. Kinder müssen sich sicher auf ihnen durch die Stadt bewegen können und für Erwachsene sollte das Rad eine gute Alternative zum Auto sein.

Rückblick

Wichtig waren mir in der vergangenen Ratsperiode der Einsatz gegen die massive Bebauung des Bernburgplatzes und das Engagement für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge. Leider sind wir an der CDU/FDP Koalition im Landtag gescheitert. Warum es aber gerecht sein sollte, dass für die Sanierung einer Straße anteilig deren Anlieger zur Kasse gebeten werden, die ja für den Bau der Straße bereits hohe Erschließungsbeiträge gezahlt hatten, konnte die Koalition nicht erklären. Ich denke, die Sanierung einer Straße, die von jedermann ganz selbstverständlich genutzt werden kann, sollte aus Steuermitteln finanziert werden. Ich werde mich deshalb auch weiterhin für die Abschaffung der ungerechten Straßenausbaubeiträge einsetzen.

Ausblick

In der nächsten Ratsperiode werden uns die weiteren Planungen um das ehemalige Hertiegebäude und den Umbau des Rathauses beschäftigen. Mir ist wichtig, dass wir an dieser Stelle ein Gebäude mit gut gegliederter Backsteinfassade erhalten. Es muss sich genauso wie das umgebaute Rathaus zum Staelschen Hof hin öffnen und zu seiner Attraktivität beitragen.

Wichtig ist mir auch, die Innenstadt insgesamt durch mehr Grün aufzuwerten und die Ems in das Leben in der Stadt einzubeziehen. Dafür dürfen ihre Uferbereiche nicht weiter bebaut werden, sondern müssen zur Freizeitgestaltung, für Gastronomie und für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Gute Angebote für junge Leute, wie die geplante Jugendkunstschule, und die digitale Ausstattung der Schulen unserer Stadt sind weitere Projekte, die wir zügig umsetzen müssen und für die ich mich einsetzen werde.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir am 13. September Ihre Stimme geben würden.